Kerzen und Blumen erinnern vor dem Gebäudekomplex an der Opladener Straße an die schrecklichen Geschehnisse. Foto: Frank Straub

Vermischtes / Langenfeld / Regional, 31.01.2012

Das Todesdrama von Reusrath

Das Familiendrama in Reusrath (wir berichteten am Freitag), das bundesweit für Schlagzeilen sorgt, scheint aufgeklärt.

 

Chloroformiert und erstickt

Der Tatverdacht gegen den toten 34-jährigen Familienvater aus Langenfeld wurde seitens der Polizei gestern bestätigt. Aufgrund erster aussagekräftiger Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen steht nun fest, dass Ehefrau und Kinder, die er bereits vor dem Brand zusammen in einen Raum gelegt hatte, schon vor Ausbruch des Brandes zu Tode gekommen waren, während der 34-Jährige selbst durch eine Rauchgasvergiftung verstarb. Die 33-Jährige und ihre neun Monate alte Tochter wurden von ihm in der Zeit von Mittwoch auf Donnerstag und der fünfjährige Sohn in der darauf folgenden Nacht getötet. Alle drei Personen wurden zunächst chloroformiert und anschließend erstickt. Den Brand legte der 34-Jährige in einer Abstellkammer der Dreizimmerwohnung, vor deren Tür legte er zudem leicht brennbares Material ab, so dass das Brandgeschehen sich über die gesamte Wohnung ausdehnen konnte; der Schaden liegt bei circa 100.000 Euro.

„Gewaltige Lügenblase“

In seinem PKW, den der 34-Jährige in der Nacht zum Freitag in der Nähe der Haustür von Freunden abgestellt hatte, fanden die Ermittler einen schriftlichen Hinweis auf den Abschiedsbrief auf seiner Homepage. Zudem hatte der gebürtige Solinger hier Wertgegenstände aus seinem Besitzstand abgelegt, die er verschiedenen Personen aus seinem persönlichen Umfeld zugeschrieben hatte. „Ohne auf den vom 34-Jährigen verfassten Abschiedsbrief näher einzugehen, kann abschließend bestätigt werden, dass hier grundsätzliche Übereinstimmungen zum Ermittlungsergebnis festzustellen sind“, so Staatsanwaltschaft Düsseldorf und Kreispolizei Mettmann gestern in einer gemeinsamen Mitteilung. Der Täter wollte seinen Sohn laut gestriger „BILD“-Ausgabe nicht bei vollem Bewusstsein töten, als dieser in der ersten Tatnacht wach wurde, und brachte ihn am Donnerstagmorgen noch zum Kindergarten – dabei seinen eigenen Tod und den seines Sohnes für die folgende Nacht planend. Als Motiv für die Schreckenstaten gab der Täter im Brief laut Medienberichten an, dass er sein (offenbar schlecht laufendes) Unternehmen zu einer „gewaltigen Lügenblase“ aufgebaut habe. Anstatt dies seiner Frau zu beichten, zog er es seinem Abschiedsbrief zufolge vor, seine ganze Familie in den Tod zu schicken – ansonsten hätte er, so bemitleidet er sich selbst, alles verloren, was er liebe. „Dies mögen viele nicht verstehen, denn so habe ich sie auch verloren. Ja, aber im Wissen, dass sie mich lieben“, so laut „Express“ die im Brief geschilderte Motivation des Mörders. Bereits im Oktober des letzte Jahres gab es in seiner Wohnung an der Opladener Straße einen Brand, der von der Feuerwehr gelöscht wurde – der damalige (und als solcher leider nicht erkannte) Tötungsversuch schlug fehl, wie der Täter in seinem letzten Brief, in dem er das Grauen akribisch dokumentierte, zugab. Zynisch bedankte er sich laut „Express“ auf dem auf seiner Website veröffentlichten und längst gesperrten Abschiedsbrief auch bei seinen Geschäftskunden: „Vielen Dank für ihr größtenteils ungerechtfertigtes Vertrauen.“

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